Lexikon D

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Diabetisches Fußsyndrom

auch diabetischer Fuß genannt. Am Fuß können diabetesbedingte Durchblutungsstörungen und Nervenschäden auftreten. Schmerzen und Berührungsreize werden nicht mehr wahrgenommen, sodass Verletzungen am Fuß oft unbemerkt bleiben. Durch die mangelnde Durchblutung ist der Heilungsprozess der Wunden schlecht.

Diabetes mellitus

Zuckerkrankheit; ist eine lebensbegleitende Stoffwechselerkrankung. Durch Insulinmangel oder Insulinunempfindlichkeit (Resistenz) ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht. Zwei Diabetesformen werden hauptsächlich unterschieden: Diabetes Typ 1 und Typ 2.

Diabetische Nephropathie

Die dauerhaft erhöhte Blutzuckerkonzentration schädigt die feinen Nierengefäße. Dies kann zu Funktionseinschränkungen der Niere bis hin zum völligen Nierenversagen führen.

Diabetische Neuropathie

Beschreibt diabetesbedingte Gefäßveränderungen und Schäden an den Nervenfasern. Es können Störungen in der Berührungs- und Schmerzwahrnehmung auftreten.

Diabetische Retinopathie

Beschreibt diabetesbedingte Gefäßveränderungen und Schäden an den feinen Blutgefäßen der Netzhaut. Dies kann zur Verschlechterung des Sehvermögens bis hin zur Erblindung führen.

DPP-4

Diese Abkürzung steht für das Enzym Dipeptidylpeptidase-4. Es ist für den Abbau des Darmhormons GLP-1 (Glucagon-Like- Peptide 1) im Körper verantwortlich.

DPP-4 Hemmer

Dieser Begriff bezeichnet Wirkstoffe, die das Enzym Dipeptidylpeptidase-4 hemmen. Das Enzym ist für den Abbau des Darmhormons GLP-1 (Glucagon-Like- Peptide 1) im Körper verantwortlich. Wird das Enzym in seiner Wirkung gehemmt, dann kann das Darmhormon GLP-1 im Körper nicht mehr abgebaut werden. DPP-4 Hemmer können als Antidiabetikum zur Behandlung des Diabetes Typ 2 eingesetzt werden. Die Aufnahme erfolgt in Tablettenform durch den Mund (oral).

Diabetes Typ 1

Diese Form des Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung und tritt in der Regel im Kindes-, Jugend- und frühen Erwachsenenalter auf. Durch Fehlsteuerung des Immunsystems werden die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) zerstört und es kann kein Insulin mehr produziert werden. Die Betroffenen sind dauerhaft auf die Zufuhr von Insulin angewiesen.

Diabetes Typ 2

Altersdiabetes, Alterszucker; bei dieser Form des Diabetes liegt in der Regel eine Insulinresistenz vor, d. h. eigene Körperzellen reagieren zunehmend weniger auf das Hormon Insulin. Zudem treten Störungen bei der Insulinausschüttung aus den Betazellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) auf. Neben einer genetisch bedingten Prädisposition können Übergewicht, Fehlernährung und Bewegungsmangel auslösende Faktoren für diese Form des Diabetes sein.