Expertenforum » Pseudo-Hypoglikäme behandeln

Voltaum
10.10.2021 21:41:34 Uhr

Sehr geehrtes Team,

ich habe, da ich täglich Symptome von Unterzuckerung habe, einen Sensor zur kontinuierlichen Gewebezucker-Messung verwendet. Man konnte schön sehen, wie die Gegenreaktion bei ca. 9 mmol/ml einsetzte. Das waren etwa (etwas früher würde ich sagen) die Momente mit Unterzuckersymptomen (Übel, Schwindel, Schweissausbrüche...).

Gibt es dazu Standards? Eine Behandlung mit Forxiga und Semaglutid soll die hohen Zuckerspitzen dämpfen, führt aber auch zu vermehrten Pseudo-Unterzuckerungen. Gehen diese Unterzucker ständig Kohlenhydrate zu mir zu nehmen, kann doch nicht sinnvoll sein?

Danke für einen Ratschlag.

Prof. Dr. Stephan Martin
11.10.2021 17:50:00 Uhr

Als wichtige Information fehlt, ob ein Diabetes bekannt ist. Sollte kein Diabetes vorhanden sein, könnten die beschriebenen Beschwerden sogenannte reaktive Unterzuckerungen sein. Diese treten auf, wenn man Zucker oder Stärkeprodukte zu sich nimmt, d.h. die Insulinproduktion angeregt wird. Wenn diese zu stark angeregt wird, fallen die Blutzucker zu stark ab und dann treten Unterzuckerungen auf. Therapie in solchen Fällen ist das Meiden von diesen Nahrungsmitteln.


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