Expertenforum » "Frustrierende Neuigkeiten"

Pusteblümchen
12.07.2016 09:40:50 Uhr

Hallo,

vielen Dank im voraus für Ihre Bemühungen.
Ich war heute bei meinem Hausarzt, weil die Blutwerte (TSH, Leber- und Nierenwerte, Blutbild und Langzeitblutzucker).

Der Langzeitblutzucker liegt jetzt bei 6,5. Bedeutet das Diabetes? Mein Hausarzt möchte, dass ich zum Diabetologen gehe. Das werde ich auch tun, obwohl ich etwas Angst davor habe.

Mein Hausarzt meinte, ich habe wahrscheinlich Typ 2 Diabetes. Bin nach 16kg Gewichtsabnahme zwar noch übergewichtig (166cm, 78kg), aber kein Adipositas mehr.

Ab wann muss ein Diabetiker regelmäßig Medikamente nehmen? Ich nehme so viele Medikamente schon (Epilepsie, Asthma, Depression...), möchte aber nicht die Medis verweigern, wenn es sein muss. Kann der Diabetologe herausfinden, warum der Langzeitblutzucker über die Monate immer langsam gestiegen ist?

Ich trinke zur Zeit so viel, muss ständig Wasserlassen und nehme ohne viel zu tun, schnell an Gewicht ab (einziger Vorteil). Kann das schon mit dem hohen Blutzuckerspiegel zu tun haben?

Vielleicht haben Sie ja einen Tipp für mich.

Viele Grüße
Pusteblümchen

Dr. med. Katja Niedermeier
12.07.2016 22:34:00 Uhr

Liebes Pusteblümchen,

der HbA1c von 6,5 % entspricht dem Grenzwert für die Diagnose Diabetes.

Spezielle Medikamente sind nicht zwingend erforderlich in diesem Stadium, sofern die Diagnose vom Fachmann gesichert ist und ein "Therapiefahrplan" erstellt wird.

Ich würde daher unbedingt der Empfehlung des Hausarztes folgen und einen Diabetologen konsultieren, auch um herauszufinden, warum Sie diese ausgeprägten Beschwerden ( Durst , Wasserlassen etc ) haben, obwohl der HbA1c Wert dies nicht vermuten lässt. Er wird z.B. auch nachsehen, ob Sie eine erhöhte Zuckerausscheidung im Urin haben und ggf.spezielle Blutuntersuchungen zur Usachenforschung veranlassen.

Haben Sie keine Angst vor Diabetologen, sie kennen sich aus,können Sie im persönlichen Gespräch individuell beraten und Ihnen sicher auch die Angst nehmen, die Sie jetzt umtreibt!

Herzliche Grüße!


Pusteblümchen
21.11.2016 13:32:00 Uhr

Hallo, wie ich Ihrem Kollegen geschrieben habe, ist der Langzeitzucker jetzt bei 7,4. Hmm, habe jetzt einen Termin beim Diabetologen. Es ist, wenn man wie ich, schon so viele Medikamente nimmt, nicht so einfach sich auf eine weitere Therapie einzulassen. Zumal ich beim Asthma schon die Erfahrung gemacht habe, dass die Krankheit trotz Medikamente immer schlimmer wurde.
Kann der steigende Langzeitzucker einen Grund haben?
Ich habe noch Bluthochdruck und hohe Chloesterinwerte. Ist das zusammen mit dem Diabetes nicht eine "problematische Kombination"? Kenne mich da nicht aus.
Mein Bluthochdruck ist aber gut eingestellt.
Warum hat man bei dem erhöhten Blutzucker so ein starkes Durstgefühl und Harndrang?
Viele Grüße und Danke


Dr. med. Katja Niedermeier
22.11.2016 16:03:00 Uhr

Liebes Pusteblümchen,
also Ihr Diabetes scheint sich leider nicht positiv zu entwickeln, erkennbar am steigenden Langzeitwert (HbA1c). Der Grund kann sein, dass Sie im Rahmen Ihrer sonstigen Erkrankungen Medikamente einnehmen müssen, die den Diabetesverlauf negativ beeinflussen. Oder dass Sie sich aufgrund der Jahreszeit, und vielleicht, weil es Ihnen insgesamt nicht so gut geht,nicht ausreichend bewegen.
Ich denke aber, Sie hatten bisher keine diabetesspezifischen Medikamente ?
Dann wäre jetzt der Zeitpunkt gekommen , zusammen mit Ihrem Diabetologen Medikamente einzusetzen.
Die gute Nachricht ist: viele Medikamente, die zur Behandlung eines Diabetes eingesetzt werden haben auch einen positiven Einfluss auf andere Erkrankungen, zum Beispiel auf Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck , Übergewicht und hohe Cholesterinspiegel!
Das Durstgefühl kann man sehr vereinfacht mit der natürlichen Bestrebung des Körpers erklären, hohe Blutzuckerwerte durch vermehrte Flüssiglkeitsaufnahme verdünnen zu wollen !
Freundliche Grüße !


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