Diabetes Verlaufskontrolle

Therapieüberwachung und Verlaufskontrolle

Zur Überwachung des Krankheitsverlaufs bzw. Vorbeugung möglicher Folgeschäden nimmt lhr Arzt in regelmäßigen Abständen Untersuchungen vor. Spätestens alle drei Monate sollten die Blutdruckwerte und Blutzuckerwerte überprüft werden. Dazu gehören auch die Kontrolle und Besprechung Ihrer eigenen Aufzeichnungen. Diese Daten sind wichtig, weil sie Hinweise geben, ob die gewählte Therapie beibehalten werden kann oder geändert werden muss. Wenigstens einmal im Jahr sind Blutuntersuchungen nötig. Zudem überprüft der Arzt, ob möglicherweise Zeichen von Folgeschäden an den Augen oder anderen Organen sowie der Füße vorhanden sind.

 

Die Untersuchungen im Überblick:

 

Viertel- bis halbjährlich

  • Körpergewicht
  • Blutzucker, Langzeitblutzucker (HbA1c-Wert)
  • Blutdruck
  • Urinuntersuchung auf Mikroalbuminurie (Eiweißausscheidung im Urin)
  • Fußinspektion zum Ausschluss von Nerven- und Durchblutungsstörungen
  • Halbjährliche Augenspiegelung beim Augenarzt, wenn der Diabetes schon länger als zehn Jahre besteht
     

Jährlich

  • Augenspiegelung beim Augenarzt
  • Bestimmung des Serum-Kreatinins
  • Untersuchung des peripheren Nervensystems, also der Nerven in Armen und Beinen
  • Untersuchung der Gefäße am Bein
  • Ruhe-EKG, ggf. Belastungs-EKG und Herz-Echo
  • Blutfette (Lipidstatus): Gesamtcholesterin, HDL, LDL und Triglyzeride
  • Wohlbefinden

 

Ernährungsratgeber: Ernährungspyramide gibt Diabetikern schnellen Überblick

Welche Lebensmittel sind die Richtigen für Sie?

Mit Hilfe einer Ernährungspyramide haben wir gängige Lebensmittel für Sie in unterschiedlich Klassen eingeteilt. Je weiter unten sich die Lebensmittel in der Pyramide befinden, desto häufiger sollten Sie diese konsumieren. So können Sie schnell und einfach erkennen, welche Lebensmittel für Sie geeignet und welche eher ungeeignet sind. Grundsätzlich gilt, dass Sie für eine ausgewogene Ernährung Nahrungsmittel aus jeder Lebensmittelgruppe zu sich nehmen sollten.

Hier können Sie sich den Ernährungsratgeber für Patienten mit Diabetes Typ 2 herunterladen.

 

Diabetes Disease-Management-Programme (DMPs)

Disease-Management-Programme (DMPs) sind strukturierte Behandlungsprogramme der Ärzte und Krankenkassen, um Patienten mit bestimmten chronischen Erkrankungen optimal zu versorgen. "Disease Management" ist Englisch und bedeutet "Krankheits-Management". Auch für die Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 gibt es ein DMP.
Das Diabetes DMP hat zum Ziel, die Versorgung und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und Komplikationen, Folgeschäden und Risiken bei Diabetes mellitus Typ 2 möglichst gering zu halten. Jedem Teilnehmer wird eine maßgeschneiderte Behandlung angeboten, bei der die am besten gesicherten Behandlungsverfahren und Medikamente zur Anwendung kommen. Die Patienten werden aktiv in ihre Behandlung eingebunden und lernen so, eigenverantwortlich mit ihrer Krankheit umzugehen. Ein weiteres Ziel der DMP’s ist es, die Zusammenarbeit von Hausärzten, Diabetologen und Kliniken zu fördern, die einen Patienten betreuen. So können die verschiedenen Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen besser koordiniert werden. Die Teilnahme an einem Diabetes DMP ist freiwillig und kostenlos.